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Dresden, 23. Oktober 2007

Von Luther zum Bauhaus. Kunst und Kulturschätze aus deutschen Museen

30. Oktober 2007 bis 13. Januar 2008 im Königlichen Schloss in Warschau

Das Königliche Schloss in Warschau präsentiert in Kooperation mit der Konferenz nationaler Kultureinrichtungen KNK die Ausstellung »Von Luther zum Bauhaus« vom
30. Oktober 2007 bis zum 13. Januar 2008. Warschau ist die dritte Station der Ausstellung, die mit großem Erfolg vorher in Bonn (Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland) und Budapest (Ungarische Nationalgalerie) zu sehen  war.
Rund zwanzig Museen und Sammlungen aus Deutschland, die sich zur Konferenz nationaler Kultureinrichtungen KNK zusammengeschlossen haben, stellen im Nachbarland Polen Schätze aus Kunst, Natur und Wissenschaft in einer einmaligen Zusammenstellung aus, die auch den Blick weiten will für das, was deutsche Kunst und Kultur mit ihren Nachbarregionen verbindet.

Kunst und Kultur in Europa sind nie in nationaler Isolation entstanden, sondern haben sich über Grenzen hinweg durch eine gegenseitige Beeinflussung und Befruchtung stets weiter entwickelt. Bedeutende Werke namhafter Künstler aus verschiedenen Epochen wurden ausgewählt, um den über Jahrhunderte gewachsenen Reichtum einer Kulturlandschaft zu vermitteln, die sich von Mecklenburg-Vorpommern im Norden bis nach Thüringen im Süden erstreckt.
Etwa 300 Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, literarische und musikalische Werke, Pretiosen, Kuriositäten und wissenschaftliche Instrumente sind als Streifzug durch 500 Jahre europäische Kunst- und Kulturgeschichte im Warschauer Königsschloss inszeniert.

Durchwandert man die Ausstellung, begreift man auch die spannende und wechselvolle Sammlungsgeschichte, auf die die ostdeutschen Museen zurückblicken. Der historische Bogen spannt sich von der Reformation Martin Luthers bis in die Zeit der Moderne, für deren innovativen Gestaltungswillen das Bauhaus und seine Künstler stehen. In dieser Reihe dürfen die Landschaftsgärten berühmter Gartenbaumeister wie etwa Joseph Peter Lenné oder Hermann Fürst von Pückler-Muskau nicht fehlen. Ein stimmungsvoller Film über die berühmten Parks in Potsdam, Dessau-Wörlitz, Branitz und Muskau zeigt die enge Verknüpfung von Kunst, Philosophie und Natur in Deutschland, die auch diese Gärten zu Kulturschätzen werden ließ.

Der Park von Bad Muskau, dessen polnischer und deutscher Teil durch eine Brücke verbunden sind, steht darüber hinaus nahezu als Symbol für die kulturellen Gemeinsamkeiten beider Nachbarländer. Musikeinspielungen von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel erinnern an die großen Komponisten, deren Werke die europäische Musikgeschichte entscheidend geprägt haben. Gemälde des Künstlers Bellotto und des sächsischen Hofmalers Louis de Silvestre dokumentieren ebenso wie das Königsschloss selbst die Zeit, als der barocke Herrscher August der Starke Sachsen und Polen regierte.

»Auch wenn das von den Deutschen zerstörte Königsschloss in Warschau nach dem Krieg von Polen so beeindruckend wieder aufgebaut wurde, sind viele Wunden des Krieges bis heute nicht vernarbt.
Die Aussöhnung unserer Völker mit Blick auf ein vereintes, friedliches Europa ist untrennbar mit dem Respekt und dem Verständnis für unsere historischen und kulturellen Überlieferungen verbunden.
Gerade deshalb sind wir über die Möglichkeit so froh, unsere Ausstellung in Warschau zeigen zu können und hoffen, die engen deutsch-polnischen Kulturbeziehungen eindrucksvoll zu unterstreichen«, führte Prof. Hartmut Dorgerloh, Sprecher der KNK und Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg gegenüber einer Gruppe polnischer Journalisten aus. Sie hatten sich im Vorfeld der Ausstellung zu einer Pressereise nach Potsdam, Schwerin, Wittenberg, Dessau und Wörlitz aufgemacht, um einen Eindruck von einigen an der Ausstellung beteiligten Museen, Schlösser und Parks zu bekommen.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Republik Polen Prof. Dr. Lech Kaczynski und des Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland Prof. Dr. Horst Köhler. Sie wird feierlich eröffnet durch den Minister für Kultur und nationales Erbe der Republik Polen Dr. Kazimierz Michal Ujazdowski und den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister
Bernd Neumann.

»Von Luther zum Bauhaus. Kunst und Kulturschätze in deutschen Museen« wird durch die Kulturstiftung des Bundes gefördert, durch das Auswärtige Amt, das Ministerium für Kultur und nationales Erbe der Republik Polen sowie durch die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden übernehmen die Federführung bei diesem Ausstellungsprojekt für die KNK.

Die Gründung der »Konferenz nationaler Kultureinrichtungen« KNK am 1. März 2002 in den Franckeschen Stiftungen zu Halle geht zurück auf das so genannte Blaubuch, eine Erhebung auf Initiative des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), der verschiedene Projekte der KNK unterstützt.
Ein wesentliches Ziel ist es, gemeinsam für den Erhalt des kulturellen Erbes einzutreten und die Bedeutung der historischen Orte und Sammlungen der KNK nachhaltig im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu verankern. Beteiligt an der Ausstellung sind darüber hinaus die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha und die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit den Staatlichen Museen und der Staatsbibliothek zu Berlin.



Informationen:

Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen KNK
c/o Franckesche Stiftungen zu Halle
Katrin Dziekan
Franckeplatz 1 Haus 37
06110 Halle/Saale
Tel.:+49 (0)3943 - 55 74 35
Fax +49 (0)3943 - 55 74 36
www.konferenz-kultur.de

Zamek Królewski Warszawa
Königliches Schloss Warschau
Plac Zamkowy 4
00-277 Warszawa
www.zamek-krolewski.pl/

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